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Max Ophüls Festival
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Max Ophüls Festival
2007
Die Preisträger .:.
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In Würdigung der Verdienste des aus Saarbrücken stammenden
Regisseurs MAX OPHÜLS vergibt die Landeshauptstadt Saarbrücken
jährlich den MAX OPHÜLS PREIS. Ziel ist die Auszeichnung
und Förderung von Nachwuchs-Regisseuren/Regisseurinnen
im deutschsprachigen Raum.
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Max Ophüls Preis
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Der Max Ophüls Preis 2007 geht an:
Sung-Hyung Cho für ihren Film „Full Metal Village“.
Das ebenso humorvolle, vielschichtige wie präzise Portrait
des verschlafenen Dorfes Wacken, das einmal im Jahr zum
Headquarter der Heavymetalszene wird, ist nicht nur ein
sehr unterhaltsamer Dokumentarfilm, sondern ein faszinierendes
Bild deutscher Identität. Sung-Hyung Cho’s virtuose Montage
verdichtet die Wirkung der hinreißenden Bilder und Situationen
zu einem grossen Tableau Vivant absurder Gegensätze und
Bezüge. Mit fremdem Blick stellt sie eine intime Beziehung
zu Wacken und Bewohnern her und zeigt uns Leben in Deutschland,
wie wir es selbst nicht hätten sehen können. „Wacken Rules!!!“
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Kurzfilmpreis
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Der
Kurzfilmpreis geht an:
Michael Dreher für seinen Film „Fair Trade“. „Fair Trade“
ist mehr als eine Geschichte über den Kinderhandel zwischen
Afrika und Europa und die täglichen Tragödien einer käuflichen
Welt. In eindringlichen Bildern mit starker Aussagekraft
schafft es Michael Dreher in 15 Minuten einen erzählerischen
Atem zu entwickeln, der dem existenziellen Drama gerecht
wird. Exzellent besetzt und inszeniert!
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Bester Nachwuchsdarsteller 2007
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Der
Preis für den besten Nachwuchsdarsteller 2007 geht an:
Florian Bartholomäi für seine Rolle in dem Film „Reine
Geschmacksache“ von Ingo Rasper. Florian Bartholomäi spielt
im Film „Reine Geschmacksache“ von Regisseur Ingo Rasper
die Rolle des jugendlichen Sohnes Karsten mit verblüffender
Leichtigkeit und einer grossen Natürlichkeit. Mit beeindruckender
Sensibilität gelingt es ihm, das „coming out“ seiner Figur
und die wachsende Liebe zu Steven, dem Kontrahenten seines
Vaters, glaubhaft darzustellen. Bemerkenswert ist sein
einfühlsames, präzises Spiel zwischen Komik und den widersprüchlichen,
komplexen Gefühlen eines jungen Mannes, der seine Sexualität
entdeckt.
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Beste Nachwuchsdarstellerin 2007
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Der Preis für die beste Nachwuchsdarstellerin 2007 geht
an:
Gabriela Hegedüs für ihre Rolle in dem Film „Fallen“ von
Barbara Albert. Für die vier Freundinnen, die sich aus
Anlass einer Beerdigung wieder sehen, ist die gemeinsame
Schulzeit nur noch blasses Zitat. Zu sehr hat die jeweils
eigene Biografie das Leben verändert, so dass die Erinnerung
an den „süßen Vogel Jugend“ nur schmerzhaft sein kann.
Gabriela Hegedüs gibt in Barbara Alberts „Fallen“ ihr
Filmdebüt. Eindringlich und facettenreich spielt sie Nicole,
eine Freigängerin, die mit Teenagertochter und ehemaligen
Schulfreundinnen durch ein Wochenende voll von melan“komischer“
Vergangenheit, nüchterner Gegenwart und trüber Zukunft
irrlichtert. Anflüge von Paranoia, Halluzination, Wut
und Trauer über die Vergeblichkeit, die sich in ihrem
Leben breit gemacht hat, versteht sie dermaßen eindringlich
zu verkörpern, dass sie aus einem Ensemble starker Frauen
unvergesslich herausragt.
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Filmpreis des saarländischen
Ministerpräsidenten
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Der
Filmpreis des saarländischen Ministerpräsidenten geht
an:
die Regisseurin Elke Hauck für ihren Film „Karger“. Dieser
Film über einen starken, schwachen Mann, der Beruf und
Familie verliert, ist berührend, beklemmend und voller
Kraft. Elke Hauck hat sich mit solcher Genauigkeit ihren
Figuren genähert, dass man immer wieder im Dokumentarfilm
zu sein scheint. Gleichzeitig geht der Film mit seinen
Protagonisten wie ein unbestechlicher und liebevoller
Beobachter durch jede präzise gesetzte Einstellung, von
Augenblick zu Augenblick. Wenn „Karger“ beim Verlassen
der Stadt die Sonnenbrille aufsetzt und einen letzten
Blick zurück wirft, wird diese einfache Handlung zu einer
großen Geste des Kinos.
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Dokumentarfilmpreis
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Der
Dokumentarfilmpreis geht an:
Arash T. Riahi für seinen Film „Exile Family Movie“. In
„Exile Family Movie“ stoßen unterschiedlichste Kulturen
und persönliche Geschichten mit unglaublicher Wucht und
unverhoffter Direktheit aufeinander. Der Regisseur Arash
T. Riahi schafft es mit großer menschlicher Wärme und
einer gehörigen Portion Selbstironie, uns in die endlosen
Verästelungen seiner Familiengeschichte hinein zu ziehen
und uns mit einer neuen Sicht auf politische und gesellschaftliche
Zusammenhänge zu bereichern, ohne je belehrend oder pädagogisch
zu wirken. Wir wünschen dem Film, dass er über die Landesgrenzen
hinaus Brücken bauen und Herzen öffnen kann und viele
Zuschauer erreicht.
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Publikumspreis
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Der
Publikumspreis des 28. Filmfestivals geht an den Film
„Reine Geschmacksache“ des Regisseurs Ingo Rasper.
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Preis der Schülerjury
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Der
Preis der Schülerjury geht an den Film „Große Lügen!“
von der Regisseurin Jany Tempel. Die deutsch-französische
Schülerjury hat einen Film ausgewählt, in dem die Hauptprotagonistin
zwischen Traumwelt und Realität schwebt. Auf der Suche
nach ihrer Identität durchlebt sie verschiedene Ebenen
ihrer Vergangenheit. Besonders angesprochen hat die Schülerjury
die auffallende Farbästhetik des Films, der mit prägnanten
Farben die Schönheit der inneren Welt der Hauptfigur widerspiegelt.
Gefallen hat ihr auch, wie der Film Märchenhaftes, Romantisches,
Großstadtwirklichkeit und Familiäres vereint. Die Handlung
hat immer wieder unvorhersehbare Wendungen, mit einer
überraschenden Auflösung. Nicht zuletzt war die Schülerjury
begeistert von den beiden Schauspielerinnen Anna Thalbach
und Claudia Mehnert.
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Förderpreis der DEFA-Stiftung
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Der Förderpreis der DEFA-Stiftung in Höhe von 4.000 Euro
auf dem 28. Filmfestival Max Ophüls Preis 2007 geht an:
Saara Aila Waasner für ihren Film "Die Gedanken sind frei“.
Susanne lebt seit ihrem 18. Lebensjahr mit einer Zwangserkrankung.
Jeder einzelne Schritt im Alltag kostet sie viel Kraft
und Überwindung. Vor 20 Jahren wurde sie in einer Pflegefamilie
aufgenommen und erfährt dort Zuwendung und Verständnis.
Mit der gleichaltrigen Tochter verbindet sie eine stille
Freundschaft. Um sich der Frage zu stellen, ob sie je
gesund wird und ein normales Leben führen kann, muss Susanne
viel Mut aufbringen. Saara Aila Waasner nähert sich langsam
und einfühlsam ihrer Protagonistin. Sie lässt den Zuschauer
erahnen, wie komplex und verstrickt Susannes Gedankenwelt
ist. Gleichzeitig zeichnet sie ein sanftes Bild einer
Großfamilie, deren liebevolles Miteinander das Leben mit
Susannes psychischer Erkrankung beeindruckend normal erscheinen
lässt.
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Filmmusikpreis der Saarland Medien
GmbH
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Der
Filmmusikpreis der Saarland Medien GmbH geht an:
„Preußisch Gangstar“, Regie: Bartosz Werner und Irma-Kinga
Stelmach, Musik: Benjamin Krbetschek, Mr. Mighty und Micpropaganda.
Um in der Sprache des Films zu bleiben: „Hey Alter, die
Mucke ist Bombe! Voll Fett.“
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SR/ZDF - Drehbuchpreis
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Der SR/ZDF-Drehbuchpreis geht an Tom Streuber und Ingo
Rasper für das Drehbuch zu dem Film „Reine Geschmacksache“.
Ob eine Komödie funktioniert, lässt sich untrüglich daran
erkennen, dass der ganze Kinosaal 104 Minuten lang herzlich
lacht. Und wenn sich die Jurymitglieder auf ihrer Sitzung
noch mal ganze Passagen aus diesem wunderbaren Drehbuch
gegenseitig vorlesen und wieder lachen, ist der Preisträger
gefunden. Aber letzten Endes bleiben Juryentscheidungen
REINE GESCHMACKSACHE. Wolfi Zenkers einsamer Kampf gegen
den fortschreitenden Werteverfall in der deutschen Damenoberbekleidungsindustrie
hat es uns angetan. Dieser eher unsympathische Mittfünfziger
plündert das Ausbildungskonto seines Sohnes, um die neue
S-Klasse anzuzahlen, obwohl die Garage dafür zu eh klein
ist und der reisende Handelsvertreter zur Zeit gar keinen
Führerschein besitzt. So wie Wolfi Zenker sind auch die
übrigen Figuren präzise, ambivalente und facettenreiche
Charaktere, über die man lacht, aber die nicht lächerlich
sind. Die Autoren kennen ihr Milieu und zeigen uns mit
Wortwitz und Situationskomik einen Mittelstand am Rande
des Nervenzusammenbruchs. Mit Vergnügen zeichnet die Jury
das geradezu perfekte Drehbuch von Tom Streuber und Ingo
Rasper für den Film Reine Geschmacksache mit dem SR/ZDF-Drehbuchpreis
2007 aus.
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Interfilmpreis
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Der Interfilmpreis geht an: Arash T. Riahi für seinen
Film „Exile Family Movie“. Der Dokumentarfilm „Exile Family
Movie“ von Arash T. Riahi (Österreich 2006) zeigt die
Verbindung politischer Geschichte mit den persönlichen
Geschicken einer iranischen Exilfamilie. Über alle Barrieren
und Trennungen hinweg entsteht eine eigene Form des spannungsreichen,
aber liebevollen Miteinanders. Die Fülle seiner Beobachtungen
montiert Arash T. Riahi lebendig und transparent. Lobende
Erwähnung: „Fair Trade“ von Michael Dreher (Deutschland/Marokko
2006). Mit einem abgründigen Beispiel von Fair Trade-Business
gelingt dem Kurzfilm großes Kino.
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Weitere
Informationen
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